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mit dem konzept der ‚biographie’ (bzw. der biographischen konstruktionen) verbinden wir empirisch nachvollziehbare konkretionen davon, wie diskurse lebensvollzüge anleiten. autobiographische stehgreiferzählungen sind damit besondere objektivierungen einer historisch situierten (bildungsbürgerlichen) ‚technik des selbst’. selbsttechniken reflektieren stets als ‚natürlich’ wahrgenommene und auferlegte handlungsaufforderungen, -normen, und -werte eines zu biographischen aktionen aufgeforderten ‚individuums’ bzw. ‚subjekts’ (begrifflichkeiten, die bereits selbst produkte spezifischer diskursformationen darstellen). die einzelnen erscheinen qua responsibilisierungs- und visibilisierungsregimes bereit, vorstellungen von lebenszwängen und lebensglück auf ‚sich’ zu nehmen. wir suchen jenseits der deskription dieser regime und techniken auch nach den bruchstellen, ambivalenzen und widerständigkeiten, die in den techniken des selbst angelegt sind.
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‚medien’ sind materiale voraussetzungen, bzw. repräsentationsformen davon, wie subjektives und gesellschaftliches wissen ‚objektivität’ erlangen kann. darunter lassen sich in einem engeren sinne beispielsweise ensembles von text, bild, ton, digitalmedium und netzmedium fassen, die in medienverbünden bzw. ‚kommunikativen gattungen’ gebündelt sind, in einem weiteren sinne aber auch wohlfahrts- und sicherheitsstaatliche ‚aufschreibesysteme’ bzw. dokumentationsregime. qua ihrer fähigkeit zur ‚präsentierung’ leiblich-subjektiver und objektiviert-sozialer phänomene in der individuellen wahrnehmung und erinnerung sowie in technikgestützten darstellung- und dokumentationsapparaten sind medien einerseits ein eigenes strukturmerkmal von gesellschaften. anderseits stellen sie instanzen bzw. schnittstellen dar, in denen sich die vermittlung zwischen dem scheinbar ‚subjektlosen’ diskurs und der scheinbar ‚individuumszentrierten’ biographie vollzieht.