mit dem konzept der ‚biographie’ (bzw. der biographischen konstruktionen) verbinden wir empirisch nachvollziehbare konkretionen davon, wie diskurse lebensvollzüge anleiten. autobiographische stehgreiferzählungen sind damit besondere objektivierungen einer historisch situierten (bildungsbürgerlichen) ‚technik des selbst’. selbsttechniken reflektieren stets als ‚natürlich’ wahrgenommene und auferlegte handlungsaufforderungen, -normen, und -werte eines zu biographischen aktionen aufgeforderten ‚individuums’ bzw. ‚subjekts’ (begrifflichkeiten, die bereits selbst produkte spezifischer diskursformationen darstellen). die einzelnen erscheinen qua responsibilisierungs- und visibilisierungsregimes bereit, vorstellungen von lebenszwängen und lebensglück auf ‚sich’ zu nehmen. wir suchen jenseits der deskription dieser regime und techniken auch nach den bruchstellen, ambivalenzen und widerständigkeiten, die in den techniken des selbst angelegt sind.